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Kriminalpolizei aktuell
Quartal 4/26 (Oktober – Dezember 2026)


Armut, Recht, Kriminalität
Armut und soziale Ungleichheit gehören zu den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen Europas. Gleichzeitig wird immer wieder die Frage gestellt, ob wirtschaftliche Not zwangsläufig zu einer Zunahme der Kriminalität führt. Die Antwort darauf ist komplex: Zwischen Armut, Arbeitslosigkeit und Delinquenz bestehen nach kriminologischen Erkenntnissen vielfältige Zusammenhänge, die einfache Erklärungen ebenso ausschließen wie pauschale Schuldzuweisungen. Der folgende Beitrag
Ernst Vitek
7 Min. Lesezeit


Alternativen zur Haft
Österreich sperrt im Verhältnis zur Bevölkerung deutlich mehr Menschen ein als etwa Deutschland oder die Schweiz. Gleichzeitig erschweren Überbelegung und Personalmangel in den Justizanstalten jene Resozialisierungsarbeit, die weitere Straftaten verhindern soll. Das Netzwerk Kriminalpolitik fordert deshalb einen Kurswechsel bei kurzen Freiheitsstrafen und legt dafür konkrete Gesetzesvorschläge vor. Die Zahlen beschreiben ein strukturelles Problem: Mit Stichtag 1. Juni 2026 um
fg
9 Min. Lesezeit


Strafunmündige Intensivtäter im Fokus
Ein umfangreiches Maßnahmenpaket soll Extremismus und Kriminalität bei Jugendlichen eindämmen. Die Jugendkriminalität gehöre zu den „Sorgenkindern“ seines Ressorts, betonte Innenminister Gerhard Karner bei einer Pressekonferenz am 20. August 2026. Generell werde die Kriminalität „immer jünger und digitaler“. Gemeinsam mit Jörg Leichtfried, Staatssekretär für Staatsschutz im BMI, der Leiterin der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst Sylvia Mayer und Dieter Csefan,...
Rosemarie Pexa
5 Min. Lesezeit


Sicherheit auf Sparkurs
Überstundenlimit, Ruhezeiten und DZM. Es vergeht kaum eine Woche ohne eine neue Hiobsbotschaft für die Polizisten in Österreich. An allen Ecken und Enden wird gespart. Außer bei einem U-Ausschuss, dessen Erkenntnisse auf ein Post-it passen! Man weiß gar nicht, wo man beginnen soll im Kabinett des Innenministeriums. Natürlich geht’s primär ums liebe Geld. Österreich hat in den letzten Jahren schlecht gewirtschaftet, die Schulden sind explodiert. Nun, seit ich mich erinnern kan
Herbert Windwarder
6 Min. Lesezeit


Macht gegen Recht
Der Internationale Strafgerichtshof soll die schwersten Verbrechen ahnden, doch seine Macht endet dort, wo Staaten seine Autorität nicht akzeptieren. Die jüngsten Angriffe aus Washington zeigen, wie schnell internationales Recht an seine Grenzen stößt, wenn es mit nationalen Machtinteressen kollidiert. Der „Internationale Strafgerichtshof“ (IStGH) nahm im Jahre 2002 seine Tätigkeit auf. 125 Staaten erkennen seine Rechtsprechung an. Nicht dazu gehören die USA, Russland, Ch
Alfred Ellinger
5 Min. Lesezeit


Cyberbetrug auf Achse
Ein neuartiger Fall von SMS-Betrug beschäftigte monatelang die Wiener Polizei und führte zu Ermittlungen gegen mutmaßlich international vernetzte Täter. Mithilfe technischer Analysen gelang es, einen mobilen SMS-Blaster aufzuspüren und dessen Betreiber festzunehmen. Für die erfolgreiche Ermittlungsarbeit wurde das Wiener Team bei einer internationalen Cybercrime-Konferenz in Straßburg ausgezeichnet. Die Wiener Polizei (Florian Finda) und die Staatsanwaltschaft Wien (Carmen Ka
Rosemarie Pexa
4 Min. Lesezeit


Geldwäsche wird digital
Kriminelle Finanzströme werden schneller, internationaler und technisch komplexer. Der Geldwäschebericht 2025 dokumentiert einen deutlichen Anstieg der Verdachtsmeldungen und zeigt, welche Bedeutung Kryptowährungen, Echtzeitüberweisungen und digitale Identitäten inzwischen haben. Die 10. Geldwäschetagung in Wien rückte deshalb die Zusammenarbeit von Behörden, Finanzwirtschaft und internationalen Partnern in den Mittelpunkt. Geldwäsche ist ein wesentliches Element organisierte
fg
6 Min. Lesezeit


„Wir sind Weltmeister in der Suchtverlagerung“
Von der Operation Spring bis zum Kokain-Boom – ein Streifzug durch vier Jahrzehnte Wiener Drogenszene mit Oberst Wolfgang Preiszler. Die Drogenszene hat sich im Bereich der Gumpendorfer Straße neu formiert. Wien, 27. Mai 1999, kurz vor Sonnenaufgang. In rund 60 bis 70 Wohnungen, Unterkünften und Flüchtlingsheimen quer durch Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark klopft es fast zeitgleich an die Türen. Rund 850 Polizistinnen und Polizisten sind im Einsatz –
Julia Brunhofer, Herbert Zwickl
5 Min. Lesezeit


Europäische Drogenlage
Der Europäische Drogenbericht 2026 macht deutlich: Die Anforderungen für Sicherheitsbehörden, Gesundheitswesen und Justiz werden komplexer – und die Grenze zwischen klassischer Drogenkriminalität und international organisierter Kriminalität verschwimmt zunehmend. Das Angebot auf dem europäischen Drogenmarkt ist enorm, illegale Drogen sind in Massen verfügbar. Der illegale Drogenhandel zählt seit Jahrzehnten zu den profitabelsten Geschäftsfeldern der organisierten Kriminalität
fg
9 Min. Lesezeit


„Die Ermittlungen werden deutlich komplexer“
Österreich ist sowohl Absatzmarkt als auch Transitland – Brigadier Daniel Lichtenegger, BA, MA, MA, MPS, Leiter des Büros 3.3 (Suchtmittelkriminalität) im Bundeskriminalamt zur Drogensituation in Österreich. Daniel Lichtenegger: „Soziale Medien sind heute ein wesentlicher Bestandteil der Vertriebs- und Rekrutierungsstrategien organisierter Tätergruppen.“ Kriminalpolizei: Der Europäische Drogenbericht 2026 beschreibt eine anhaltend hohe Verfügbarkeit nahezu aller illegalen Dro
Ferdinand Germadnik
7 Min. Lesezeit
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