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  • Gerhard Brenner

„Gold“ für einen geraden Kiberer



Der Kriminalbeamte Herbert Windwarder habe in der Corona-Krise „sein Gelöbnis nicht nur gelebt, sondern darüber hinaus besonderen persönlichen Einsatz, Loyalität und Verlässlichkeit gezeigt“, hieß es im Antrag auf „Verleihung einer sichtbaren Auszeichnung“ für den Chefinspektor vom Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, Suchtmittelbekämpfung. Herbert Windwarder wurde am 8. Dezember 2023 das „Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich“ verliehen.

„Herbert Windwarder genießt innerhalb des Landeskriminalamts Wien hohes Ansehen, genauso wie bei sicherheitspolizeilichen Partnern“, sagte der Leiter seiner Dienststelle, Martin Roudny bei der Verleihung der Auszeichnung. Selbst bei Angehörigen der „Galerie“ (Verbrechern) genieße er einen Ruf als „gerader Kieberer“. Das bringe ihm immer wieder Erfolge ein.

Bereits vor seiner Übernahme in den Kriminaldienst wurde Herbert Windwarder als verdeckter Ermittler in der Suchtmittelbekämpfung eingesetzt. In seinen 29 Kriminaldienstjahren habe er zahlreiche Belobigungen erhalten und im Jahr 2019 den 133er-Award für „besondere kriminalpolizeiliche Leistungen“. Ausschlaggebend war damals eine Erfolgsserie: Bei einigen Scheinkäufen hatten er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwischen  2005 und 2019 insgesamt 11 Kilo Heroin sichergestellt, über 17 Kilo Kokain, 180 Kilo Cannabis, mehr als 3 Kilo Amphetamin, Ecstasy-Tabletten, LSD-Trips und diverse De­sig­nerdrogen wie Crystal Meth. Darüber hinaus hatten Windwarder und seine Gruppe fast 90.000 Euro Drogengelder beschlagnahmt, fast 130.000 Euro Falschgeld, 13 Pistolen und Revolver sowie zwei Pistolenattrappen, Schlag­ringe und Stahlruten, Fahrzeuge und gefälschte Dokumente.

Im Auszeichnungsantrag für das Verdienstzeichen hieß es, seine praktischen Erfahrungen, seine Ruhe und Gelassenheit und auch seine „Sichtweise auf die Notwendigkeiten für eine praktikable Dienstverrichtung in schwierigen Zeiten“, zeichneten ihn aus. Windwarder hatte ein Streifenkonzept der LKA-Ast-ZO entworfen. Damit wurden zwischen Mitte März und Anfang Mai 2020 insgesamt 175 Aufklärungsstreifen durchgeführt.

 

 

 

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