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Falsche Finanzmarktaufsicht ruft an



Vor Betrügern, die sich fälschlicherweise als FMA-Mitarbeiter ausgeben, warnt die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA). Sie treten via E-Mail oder telefonisch an ihre Opfer heran und behaupten, Informationen über ein gescheitertes Investment der Zielperson mit einem nicht lizensierten Unternehmen zu haben, und sollen das veruntreute Geld zurückerstatten. In Einzelfällen wird auf „Forex- or Crypto-Currency-Accounts“ des Opfers Bezug genommen oder danach gefragt. In der Folge fordert der falsche FMA-Mitarbeiter dazu auf, die Kopie eines Reisepasses oder eines anderen Ausweises postalisch oder elektronisch zu übermitteln, um das Investment zurückholen zu können. Er verlangt die Kontodaten des Opfers sowie die Überweisung eines Geldbetrages als Bearbeitungsgebühr, Spesenersatz oder Bankgebühr auf ein angegebenes Konto, in der Regel bei einer ausländischen Bank.

In den meisten Fällen gab sich der Betrüger bisher als angeblicher FMA-Mitarbeiter „Denis Miller“ aus und verwendete folgende Kontaktdaten: denismiller.fma.austria@gmail.at sowie die Telefonnummern +49 6991150111 oder +46 152 50 14 06. Die Betrüger gaben sich auch schon als vermeintliche Mitarbeiter der britischen Aufsichtsbehörde FCA aus und verwendeten folgende Kontaktdaten: jnsmabel@gmail.com und die Telefonnummer +43 1 5555797.


Phishing und Vorschuss-Betrug. Im Fokus der Betrüger steht der Versuch, einerseits ihren Opfern Kontodaten und Ausweiskopien herauszulocken, mit denen sie dann betrügerische Transaktionen tätigen. Andererseits handelt es sich um sogenannten „Vorschuss-Betrug“, bei dem vorab die Überweisung einer Gebühr verlangt wird, etwa Steuern, Transaktionsgebühren, Bankgebühren oder Ähnliches, um dann angeblich einen größeren Geldbetrag überweisen zu können, etwa einen fiktiven Lottogewinn, eine Erbschaft oder Geld aus einem gescheiterten Investment oder Ähnliches. Die Betrüger kassieren die Gebühr, das Geld kommt selbstverständlich nie.

Die FMA hat Anzeige erstattet. Personen, die mit derartigen Kontaktaufnahmen konfrontiert sind, werden ersucht, umgehend die FMA zu informieren. Auf keinen Fall sollen Zahlungen geleistet und keinesfalls Informationen wie Kontodaten bekannt gegeben oder Ausweiskopien übermittelt werden. Sollten bereits Daten gesendet oder Gelder überwiesen worden sein, sollten Opfer den Vorfall umgehend anzeigen.

Weitere Informationen zu Finanz- und Anlagebetrug befinden sich auf der Website der FMA https://www.fma.

gv.at/finanzbetrueger-erkennen/.

Dort gibt es einen Link zur Datenbank der FMA für Investorenwarnungen für den österreichischen Markt. Überdies empfiehlt die FMA die „FMA-Sicherheits-App“ (Download im Google Play- Store sowie im iTunes-Store) mit aktuellen Warnmeldungen.







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