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Cybercrime – Zukunftsstudie zeigt drohende Gefahren auf

Neue Zeiten bringen neue Kriminalitätsformen. Aber welche wird es in Zukunft geben? Mit welchen Techniken wird gearbeitet werden? Kann man sich überhaupt schützen bzw. wo muss bereits jetzt angesetzt werden, um in Zukunft präventiv gegensteuern zu können? Im Hinblick auf die sich aktuell verändernden Lebens­umstände durch die Corona-Pandemie gibt eine neue Studie des KFVs (Kuratorium für Verkehrssicherheit) Einblicke in die Kriminalität der Zukunft.



„Kriminalitätsfelder, die neu sind, stellen für Strafverfolgungsbehörden eine Herausforderung dar“, sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFVs. Galt Cybercrime vor wenigen Jahren als „neue“ Kriminalitätsform, beschreibe die Polizei die Bekämpfung dieser Kriminalitätsformen immer mehr als herausfordernd. „Die Zahlen steigen stetig. Die Dunkelziffer ist enorm“, sagte Tann. Vor Kurzem habe eine Dunkelfeldstudie zu Online-Betrug des KFVs und des BMIs aufgezeigt, dass es mehr als 300.000 Geschädigte im vergangenen Jahr gegeben habe. „Zukünftige technische Entwicklungen werden neue Kriminalitätsformen begünstigen“, mahnte Tann. „Jede Innovation kann für die Gegenseite zum Vorteil krimineller Machenschaften genutzt werden und führt zu einem ständigen Wettrennen um das nächste Schlupfloch.“


5-G-Technologie bringt Schub für Kriminalität. Die Ausweitung der 5G-Technologie ermöglicht den Zugang zum „Internet of Things“, wie beispielsweise autonome Autos oder sensorgesteuerte Fabriken. Auch Hacker können die Geschwindigkeit und das Volumen der 5G-Technologie nutzen, um schneller mehr Daten zu erfassen oder zu stehlen. Auch die klassischen Cyberattacken der Eigentumskriminalität, wie Phishing und DDoS-Attacken werden durch die 5G-Technologie erleichtert werden. Das Bewusstsein, welche Geräte im Netzwerk operieren und damit angreifbar sind, muss sowohl im privaten als auch im betrieblichen Kontext verbessert werden.

Die Digitalisierung bzw. die Vernetzung in das „Internet of Things“ fast aller Wirtschaftsunternehmen wird an Fahrt aufnehmen. Gleichzeitig gibt es das Risiko, Opfer von Cyberangriffen zu werden. Die Nutzung von Cloud-Diensten hat in Österreich in den letzten Jahren zugenommen. Je mehr Unternehmen ihre internen Abläufe in die Cloud verlagern, desto wichtiger werden Sicherheitskonzepte werden.

Künstliche Intelligenz (KI) ist in ihrer ers­ten Stufe in Form von Alexa oder Siri seit einiger Zeit verfügbar. In der zweiten Stufe wird die KI imstande sein, Wissen und Fähigkeiten in unterschiedlichen Kontexten anzuwenden. Das wird zwischen den Jahren 2030 und 2060 Realität. „Super-KI“ würde die menschliche Intelligenz um ein Vielfaches übersteigen. Quantencomputer machen gängige Kryptosysteme, Sicherheitsprotokolle und andere Schutzmechanismen obsolet. Die herausforderndste Frage der Zukunft wird sein, ob und wie der legale Zugang zu Quantencomputern eingeschränkt werden soll.





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