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Cybercrime nimmt weltweit stark zu



Cyber-Kriminelle nützen die globale Verlagerung auf hybride Arbeitsmodelle aus und nehmen Organisationen aller Sektoren ins Visier, einschließlich Behörden, Gesundheitswesen und kritischer Infrastruktur. Das ist das Ergebnis des Halbjahresberichts („Cyber Attack Trends: 2021 Mid-Year Report“) des Cybersecurity-Unternehmens Check Point Software Technologies Ltd.

Zu den wichtigsten Trends gehören laut dem Bericht eine globale Zunahme von Cyber-Angriffen: In der Region Europa, Naher Osten und Afrika lag die durchschnittliche Zahl der wöchentlichen Angriffe pro Unternehmen bei 777 – ein Anstieg von 36 Prozent. Allein in Europa registrierten die Sicherheitsforscher einen Anstieg um 27 Prozent. US-Organisationen sahen sich durchschnittlich 443 wöchentlichen Angriffen ausgesetzt – ein Anstieg von 17 Prozent. Für Lateinamerika wurde ein Anstieg von 19 Prozent registriert. In der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APAC wurden jede Woche 1.338 Angriffe verzeichnet – ein Anstieg um 13 Prozent.

Weltweit wuchs die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 93 Prozent. Neben dem Diebstahl sensibler Daten von Unternehmen und der Drohung, diese zu veröffentlichen, sofern die Opfer eine Erpressersumme nicht zahlen, haben es Angreifer nun zunehmend auf Kunden und Geschäftspartner von Unternehmen abgesehen und fordern von ihnen Lösegeld.


Schwachpunkte in Lieferketten. Die Zahl der Angriffe auf Lieferketten nimmt stark zu. Bekannteste Opfer waren Solarwinds mit einem besonders hohen Schadensausmaß sowie Codecov im April und derzeit Kaseya. Nach der Zerschlagung des Botnets Emotet im Jänner 2021 gewinnen andere Schadprogramme schnell an Popularität: Trickbot, Dridex, Qbot und IcedID.

Der verstärkte Einsatz von Penetrations-Tools, die es Hackern ermöglichen, Angriffe im Handumdrehen anzupassen, und der Trend zu Kollateralschäden, die weit über das ursprüngliche Zielopfer hinausgehen, erfordern Gegenstrategien.

„In der ersten Hälfte des Jahres 2021 haben Cyberkriminelle ihre Arbeitsmethoden weiter ange­passt, um die Verlagerung auf hybride Arbeitsmodelle auszunutzen“, sagt Maya Horowitz, VP Research bei Check Point Software. „Mit Blick auf die Zukunft sollten sich Unternehmen der Risiken bewusst sein und sicherstellen, dass sie über geeignete Lösungen verfügen.“


Ransomware-Lage wird sich verschärfen. Die Infektionslage bei Ransomware wird sich laut Horowitz verschärfen. Die US-Regierung hat die Bekämpfung von Ransomware zur Priorität erhoben. Dasselbe gelte für „Man-in-the-Middle-Attacken“, bei denen Angriffe auf Computer über unbedarfte Dritte in Botnets erfolgen.






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