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Bundeskriminalamt hilft Rat auf Draht

Sorgen und Ängste über die Schule, Freundschaft, Liebe, Gewalt oder die Zukunft sind für Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene oft Wegbegleiter. In Krisenzeiten verstärken sich Unsicherheiten. Konflikte treten häufiger auf. Rat auf Draht ist in solchen Situationen Anlauf- und Präventionsstelle, weshalb das Bundeskriminalamt die Förderung der Beratungsstelle für weitere zwei Jahre verlängert. „Die Initiative ‚Rat auf Draht‘ ist eine wichtige Säule der Präventionsarbeit in Österreich“, sagt BK-Direktor Mag. Andreas Holzer, MA. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten einen wertvollen Beitrag zur Deeskalation und damit zur Verhinderung von Gewalt.“

BK-Direktor Andreas Holzer und Birgit Satke vereinbarten weitere Kooperation.

Das Bundeskriminalamt sieht vor allem im Gewaltschutz von Kindern bis jungen Erwachsenen ein Handlungsfeld, da sich diese in Krisenzeiten mit vielen Problemen und Hürden konfrontiert sehen. Die Förderung von Rat auf Draht wurde zum dritten Mal in Folge bis August 2022 vom Innenministerium verlängert. Weitere 150.000 Euro wurden zur Verfügung gestellt.


Ausbau der Chat-Beratung. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden von „Rat auf Draht“ 76.000 Beratungen durchgeführt. 35 Prozent der Anfragen stammten aus Wien. Aufgrund der Lockdowns gab es für Kinder und Jugendliche oft wenig Privatsphäre, persönliche Gespräche waren oft nicht möglich. Bei Rat auf Draht wurde die Chat-Beratung ausgebaut. Diese steht nun dauerhaft von Montag bis Freitag von 18 bis 20 Uhr zur Verfügung.

Neben „147“ gibt es eine weitere Hotline, die von Rat auf Draht betreut wird. Sie wurde für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen, die von zu Hause weggelaufen sind oder rausgeschmissen wurden und nun nicht mehr weiterwissen.

Die Expertinnen und Experten stehen auch für die psychosoziale Beratung und Begleitung von Personen zur Verfügung, die für vermisste Kinder und Jugendliche verantwortlich sind. Sie beraten unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und sind Anlaufstelle für Personen, die einen verletzten, jungen Menschen auffinden. Neben der Entgegennahme und Weiterleitung von Vermisstenmeldungen an die Polizei unterstützen sie die zuständigen Behörden bei der Suche nach den vermissten Kindern und Jugendlichen. Dies schließt grenzüberschreitende Fälle mit ein. Die Suchmeldungen werden vor allem über soziale Netzwerke geteilt.

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