Immer noch kommt es zur Bagatellisierung.


 

       

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„victim-blaming“

Opfern sexuellen Missbrauchs sollte mehr Gehör geschenkt werden.

Das Urteil von 13 Jahren Haft im Prozess gegen einen Urologen, der rund 100 Buben im Rahmen von ärztlichen Terminen missbraucht hat, wird von der Kinderschutzorganisation „die möwe“ als wichtiges gesellschaftliches Zeichen für den Kinderschutz begrüßt. 

„Es zeigt, dass sexueller Missbrauch als Verbrechen gegen Kinder ernst genommen wird“, sagt Mag. Hedwig  Wölfl, Geschäftsführerin der möwe Kinderschutzzentren, „denn dass den Opfern Gehör geschenkt und ihren Erzählungen geglaubt wird, ist leider auch heute noch in Verfahren von Missbrauchsfällen nicht selbstverständlich.“ Immer noch kommt es zu Bagatellisierung und sogenanntem „victim-blaming“ – also dem Umkehren der Schuldfrage auf das Opfer erklärt  Wölfl und ortet sowohl im medizinischen als auch im juristischen Bereich noch einiges Aufklärungspotential.

Seit mittlerweile 30 Jahren erhalten minderjährige Betroffene von Gewalt sowie ihre Angehörigen bei der möwe konkrete Unterstützung und professionelle Hilfe.



Kontakt: www.diemoewe.at

diekriminalisten.at, August 2020