Sie hat ihrem Protagonisten, dem Dorfgendarmen Franz Eberhofer, einen original bayerischen Ton auf den Leib geschrieben


 

       

Bücher

Schweinskopf al dente

Ein Provinzkrimi, in dem ein Schweinskopf im Bett eines Richters zu einem bayerischen Hannibal Lecter führt.

"Ekelhafte Sache, das mit dem Schweinskopf im Bett vom Richter Moratschek. "Es ist der Pate", sagt Moratschek und erschreckt mich zu Tode. "Welcher Pate?", frag ich den Moratschek. "Na, der vom Fernsehen halt. Der mit dem Corleone, dem Marlon Brando, wissen’S schon." "Das war aber ein Pferdekopf." "Pferdekopf ... Schweinskopf ... was spielt denn das für eine Rolle. Jedenfalls ist es grauenvoll." "Besonders für die Sau."

Ein Schweinskopf im Bett

Ein blutiger Schweinskopf im Bett von Richter Moratschek führt den Gendarmen Franz Eberhofer auf die Spur eines gefährlichen Psychopathen. Hannibal Lecter ist nichts gegen "Dr. Küstner", der in Niederkaltenkirchen sein Unwesen treibt.

Kindheitserfahrungen

Die Kindheitserfahrungen sind der Schatz, aus dem Rita Falk als Schriftstellerin schöpft. In ihrem Franz-Eberhoifer-Krimi bildet ein bayerisches Dorf den Mittelpunkt des Geschehens. Rita Falk gelingt es, dieses Bild authentisch in Szene zu setzen. Vor alllen Dingen die kleinen und großen Schwächen der Menschen sind es, die sie ihren Lesern kenntnisreich und mit einer gehörigen Portion bissigem Humor serviert. Sie hat ihrem Protagonisten, dem Dorfgendarmen Franz Eberhofer, einen original bayerischen Ton auf den Leib geschrieben, der hart aber herzlich ist. Der Franz sagt halt, was er denkt.

Rita Falk: Schweinskopf al dente, ein Provinzkrimi, Deutscher Taschenbuch Verlag Premium, München, 2011, www.dtv.de

diekriminalisten.at, 5. Dezember 2011