Um verlässliches Erscheinen wird gebeten


 

       

Bücher

Aufgedeckte Identität

Roman: Ein ehemaliger SS-Mann lebt nach dem Krieg in Israel, wird aufgedeckt und erpresst.

Daniel Goldstein war ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er hatte sich in Tel Aviv eine solide Existenz aufgebaut – als Großhändler für pharmazeutische Produkte – und konnte sich einen Urlaub in Jordanien leisten.
Am 9. April 1072 erreicht ihn in seinem Hotel während des Urlaubs ein Brief, adressiert an SS-Sturmscharführer Hermann Westermayer. Es ist seine frühere Identität. "Anlässlich des Geburtstages unseres geliebten Führers, Adolf Hitler, findet am 20. April 1972 in Agram – die Bolschewiken nennen es Zagreb – ein Treffen in kleinem Kreis statt", steht in dem Schreiben. "Um verlässliches Erscheinen wird gebeten."

Reise nach Wien

Goldstein ist sich vom ersten Augenblick an im Klaren darüber, dass es sich bei dem Absender der Einladung um einen Erpresser handeln muss. Nach einer Schrecksekunde fasst er einen Plan. Er reist über Zypern und Rom nach Wien. Dort verschafft er sich eine neue Identität als Georg Vollmer – es ist seine dritte. Die Dokumente des "richtigen", kürzlich verstorbenen Georg Vollmer besorgt er sich auf illegalem Weg und tauscht die Lichtbilder aus. Eine unglaubliche Aktion nimmt ihren Anfang.
Eine Geschichte, über die Johannes Mario Simmel schrieb: "Das ist eine derartig phantastische Geschichte, dass sie nur wahr sein kann. So etwas kann man nicht erfinden."

Friedrich Strassegger: Goldsteins Geständnis, Mandelbaum Verlag, Wien, 2008, www.mandelbaum.at

kripo-online.at, 8. Jänner 2009