15 Prozent jugendlicher Internet-Nutzer wurden sexuell belästigt


 

       

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Sicheres Internet

Österreicher fühlen sich schlecht über Internetgefahren informiert. Die EU-Initiative "Safer Internet" hat es sich zum Ziel gesetzt, Internet-Anwendern mehr Medienkompetenz zu verleihen.

Knapp vier Prozent österreichischer Internet-Nutzer wurden Betrugsopfer im weltweiten Netz. Fast jeder Zweite hat Bekanntschaft mit Computer-Viren gemacht. Sexuell belästigt auf ihren Fahrten durch das weltweite Netz wurden laut einer amerikanischen Studie 15 Prozent der jugendlichen Internet-Nutzer.
Um Internet-Verwender auf die Gefahren aufmerksam zu machen, wurde 2005 die EU-Plattform "Safer Internet" gegründet; die Österreich-Filiale ist unter www.saferinternet.at erreichbar. Mit mehr als hundert Seminaren und Workshops, Medienarbeit und einer Broschürenreihe versuchte Saferinternet.at, seinen Informationsauftrag zu erfüllen.

70 Prozent wünschen Informationen

"Siebzig Prozent der Österreicher möchten mehr darüber wissen, wie sie verhindern können, Betrugsopfer im Internet zu werden", sagt DI Roland Hechenberger, Koordinator von Saferinternet.at. Ebenso viele Internet-Anwender fühlten sich nicht ausreichend über den Schutz vor Viren informiert und 62 Prozent wünschten sich mehr Informationen zum Schutz von Kindern vor ungeeigneten Inhalten im Internet, wie Gewaltvideos und Pornografie.
Das deckt sich mit den Erfahrungen bei Saferinternet.at. "Wir haben im vergangenen Jahr sehr viele Anfragen von Eltern bekommen, wie sie ihre Kinder vor gewaltverherrlichenden und pornografischen Inhalten schützen können", sagt Hechenberger.

Safer-Internet-Tag

Am 12. Februar 2008, dem europäischen Safer-Internet-Tag, präsentierte Hechenberger eine neue Broschüre, die diesem Wunsch nach Wissen nachkommt. Die Broschüre "Schutz vor Schmutz im Internet und am Handy" enthält Tipps für Eltern, wie sie ihren Informationsrückstand den Kindern gegenüber aufholen können und wie sie ihre Kinder schützen können.
Nachdem das Hauptaugenmerk im Jahr 2007 auf Kindern und deren Internetverhalten lag, wird das Jahr 2008 im Zeichen der Senioren und Internet-Einsteiger stehen. "Mit unseren neuen Aktivitäten wenden wir uns an eine Zielgruppe, die noch wenig bis gar keinen Kontakt mit dem Internet gehabt hat und dementsprechend viel Information zum sicheren Umgang mit dem Internet braucht", erklärt Hechenberger.
"Schutz vor Schmutz" kann unter www.saferinternet.at/downloads
heruntergeladen werden.

kripo-online.at, 3. März 2008