Historische Kriminalfälle

Eifersucht, die mordet

„Verurteilen Sie mich, ich habe ihn erschossen!“, waren ihre ersten Worte, als die Polizei eintraf. Vor Gericht schien sie die Erinnerung verlassen zu haben.

Trajan Grosavescu kam aus Rumänien und galt als erfolgversprechender Sänger an der Wiener Staatsoper. Seine Gattin Nelly begleitete ihn, wohin es ihr auch nur möglich war. Sie galt als seine Förderin und Behüterin. Vor allem Zweiteres. Man sagte ihr nach, dass sie oft nur deshalb ihren Mann überallhin begleitete, weil sie extrem eifersüchtig war und ihn für sich alleine beanspruchte. Trajan Grosavescu galt als vorbildlicher Künstler, Ehemann und Vater. Am 14. Februar 1927 sang der Maestro in Rigoletto. Am darauffolgenden Tag war eine Reise nach Berlin geplant, an der ihn – wie auch nicht anders zu erwarten war – seine Gattin begleiten sollte – oder wollte.
Am Nachmittag des 15. Februar kam es zu heftigen Unstimmigkeiten kurz nachdem Trajan von der Oper nach Hause gekommen war. Plötzlich gab Nelly Grosavescu einen Schuss auf ihren Gatten ab. Tödlich getroffen fiel er zu Boden. Ein im Haus wohnender Arzt wurde herbeigerufen. Er konnte aber nur noch den Tod des Mannes feststellen. Als die Polizei eintraf, stellte sich Nelly Grosavescu den Beamten entgegen und sagte: „Verurteilen Sie mich, ich habe ihn erschossen!“
So klar alles von Anfang an gewesen zu sein schien, so undurchsichtig waren die Hintergründe der Tat. Vorerst ließ sich nur soviel feststellen, dass die Gattin gezielt auf ihren Mann geschossen hatte. Wie die Waffe in ihre Hand gekommen war, blieb vorerst ein Rätsel.
Nelly Grosavescu war in zweiter Ehe mit dem Künstler verheiratet. Ihr erster Mann war Demeter Caltun, ein ehemaliger Major, der seine Frau auf Händen getragen hatte. Doch eines Tages hatte die Frau den Künstler Grosavescu kennengelernt und ihren Mann bedrängt, sie freizugeben, um ihre neue Liebe heiraten zu können. Der Mann verweigerte seine Zustimmung, weil er seine Frau und die fünfjährige Tochter liebte. Sie ließ aber nicht locker und konnte die Scheidung erreichen. Schon damals soll ein Revolver eine Rolle gespielt haben, was von genauso viel Zeugen bestätigt, wie auch bestritten wurde.

Die nicht besuchte Gesangsprobe

Die Ehe mit Trajan Grosavescu sollte sich aber von Anfang an nicht so glücklich entwickeln, wie es die Frau wohl erhofft hatte. So warf sie nun ihrem zweiten Gatten vor, nicht nur auf das Heftigste von ihm beschimpft, sondern auch geschlagen worden zu sein. Andererseits wussten nächste Bekannte und Freunde des Ehepaares zu berichten, dass Nelly ihren Mann aufs Genaueste kontrolliert hatte. Er hatte keinen Schritt tun können, der nicht von ihr überwacht worden war. Dann kam der 15. Februar. Vormittags hatte Trajan die Wohnung verlassen, um, wie er gesagt hatte, an einer Probe in der Oper teilzunehmen. Nelly hatte in der Oper angerufen und erfahren, dass ihr Mann nicht dort war. Niemand hatte ihr sagen können, wo er sich stattdessen aufgehalten hatte.
Zu Hause war es zu einer Auseinandersetzung gekommen. Die Koffer für Berlin waren bereits gepackt. Plötzlich hatte sich der Sänger entschieden, die Reise alleine zu unternehmen und seine Frau zu Hause zu lassen. Er hatte sie aufgefordert, ihre Sachen wieder aus dem Koffer zu nehmen, doch sie hatte sich geweigert, worauf er selbst ihr Gewand herausgenommen und auf den Boden geworfen hatte. Nelly hatte wieder alles in den Koffer gestopft und diesen versperrt. Um den Schlüssel hatte sich ein wilder Kampf entwickelt, in deren Verlauf die Frau plötzlich den Revolver ihres Gatten in der Hand hatte und einen Schuss gegen den Kopf Trajans abfeuerte.

Ein Sensationsprozess

Die Vorerhebungen im Fall Grosavescu waren bald abgeschlossen. Im Mai erhob die Staatsanwaltschaft die Anklage wegen Mordes. Damit war ein besonderer Sensationsprozess eingeleitet. Den Vorsitz führte Vizepräsident Dr. Aichinger, dessen Souveränität weit über Justizkreise hinaus bekannt war. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Dr. Tuppy, galt als außergewöhnlicher Ankläger, dessen Auftritt mit großer Spannung entgegengesehen wurde. Die Verteidigung hatte Rechtsanwalt Dr. Steger übernommen, der allgemein als der Altmeister der Verteidiger galt und schon eine Zeitlang im Ruhestand war. Täglich hatte er stundenlange Gespräche mit seiner Mandantin geführt. Eines Tages kam er völlig erschüttert in seine Kanzlei und sagte nur: „Nach dem, was ich jetzt von Frau Grosavescu gehört habe, bin ich überzeugt, dass sie freigesprochen wird!“
Der für vier Tage anberaumte Prozess musste besonders vorbereitet werden, immerhin waren mehr Besucher zu erwarten, als jemals zuvor. Die Journalistenloge konnte dem Andrang ebenso wenig gerecht werden, wie die ausgegebenen Eintrittskarten in kürzester Zeit vergriffen waren. Ein nicht unwesentlicher Teil war in die Agiotage geraten und erzielte täglich wachsende Preise.
Am 22. Juni 1927 wurde der Prozess eröffnet. In der Öffentlichkeit kam die Angeklagte an ihrem ersten Verhandlungstag nicht gut weg. Die Illustrierte Kronen-Zeitung vom 23. Juni 1927 schrieb in ihrem sechsseitigen bebilderten Artikel einleitend: „Verständnis für Untreue des Mordopfers“.

„Bekennen Sie sich schuldig?“

Dreißig Jahre war sie erst alt, aber bedeutend älter sah sie aus. Durch ihr Äußeres hat sie Grosavescu gewiss nicht fesseln können. Hingegen wurde ihre Stimme als angenehm empfunden. Ihre Verteidigung bestand in der Anklage des Toten, des von ihr Erschossenen. Die Frage: „Bekennen Sie sich schuldig?“, beantwortete sie deutlich und mit fester Stimme: „Ich bekenne mich nicht schuldig!“ Die Angeklagte berichtete von ihrer ersten bis zum Ende glücklichen Ehe. Dann hatte sie Grosavescu kennengelernt, der sie gebeten hatte, sich scheiden zu lassen. Doch sie hatte ihn abgewiesen, weil sie dazu keinen Grund gesehen hätte, auch müsste sie wegen des Kindes beim ersten Gatten bleiben. Grosavescu war aber immer wieder gekommen, bis sie ihren Gatten gebeten hatte, sie freizugeben. Erst nach heftigen Reibereien hatte er endlich eingewilligt.
Die zweite Ehe war nur ganz kurz eine glückliche. Bald hätte Grosavescu seinen wahren Charakter gezeigt und ihr wäre es immer schlechter gegangen. Er hätte Karten gespielt, getrunken und seine Frau zu prügeln begonnen: „Er hat mich misshandelt, weil seiner Ansicht nach nur jene Frau ihren Mann liebt, die von ihm geprügelt wird.“
Dann hatten sie das Ehepaar Stransky kennengelernt. Der Mann war ein bekannter Universitätsprofessor, seine Gattin hatte Gesangstunden bei Grosavescu nehmen wollen, doch der Künstler hätte ihre sängerischen Qualitäten nicht hoch eingeschätzt. Später hätte die Angeklagte dann aber erfahren, dass ihr Mann sehr wohl die Frau öfters getroffen hätte, sogar ein Kleid sollte er ihr gekauft haben. Während Professor Stransky bei Frau Grosavescu zu Besuch weilte, soll der Sänger Schäferstündchen mit Frau Stransky gehabt haben.

„Ich habe kein Gefühl der Schuld“

Der Vorsitzende wollte wissen, ob die Angeklagte die Tat vor Gericht bereute. Sie antwortete: „Es ist eine Katastrophe, ein Unglück, aber ein Gefühl der Reue hab’ ich nicht, weil ich kein Gefühl der Schuld habe.“
Das Zeugenverhör begann mit der Kronzeugin der Anklage, der Schwester des Mordopfers, Olga Grosavescu. Entgegen der Behauptung der Angeklagten, ihrem Mann keine Vorwürfe gemacht zu haben, wegen der nicht besuchten Opernprobe, wären ihre ersten Worte: „Du warst nicht in der Oper!“ gewesen, woraus dann der Streit entstanden wäre, in dem Grosavescu gesagt hätte: „Du regst mich auf, mit deiner Eifersucht! Ich nehme dich nicht mit nach Berlin!“ Dann war plötzlich der Schuss gefallen. Ihrer Ansicht nach, musste Nelly die Waffe entweder bei sich gehabt oder zumindest vorbereitet haben. Die Angeklagte beschimpfte die Zeugin als Lügnerin.
Der nächste Zeuge war Dr. Wallisch, der Arzt, der im Hause Grosavescu wohnte und zur Ersten-Hilfe-Leistung gerufen wurde, nachdem Nelly auf ihren Mann geschossen hatte. Dem Verteidiger war aufgefallen, dass Dr. Wallisch gesagt hatte, Olga Grosavescu wäre in seine Ordination gekommen und hätte ihm die Mitteilung ganz leise gemacht. „Das ist doch wohl etwas merkwürdig.“, schloss der Rechtsanwalt seinen Einwand. Dr. Wallisch: „Kam mir nicht merkwürdig vor, es waren doch eine Menge Patienten da.“ Das imponierte Dr. Steger aber nicht. Der Vorsitzende sah sich genötigt, einzugreifen: „Es ist doch begreiflich, dass man nicht zum Arzt läuft und vor allen anderen schreit: Mord! Mord!“
Damit ging der erste Verhandlungstag zu Ende und mit großer Spannung ging es in die zweite Runde. Zeugen berichteten von der überaus großen Eifersucht der Angeklagten. Nie hatte sie ihren Mann aus den Augen gelassen und ständig Vorsorge getroffen, dass er sich nicht mit einer anderen Frau irgendwo treffen konnte. Sogar beim Arztbesuch hatte er in einem Badezimmer warten müssen, weil sich im Wartezimmer ja auch andere Frauen befunden hatten. Der erste Hausarzt des Ehepaares Grosavescu konnte sensationsgierige Zuschauer zufrieden stellen. Er sagte aus, dass Grosavescu homosexuell war und Frauen nur dann liebte, wenn sie pervers waren.

Interessante Gegensätze in den Zeugenaussagen

Der zweite Hausarzt beschrieb den Toten als makellosen Charakter und edlen Menschen. Er wurde von der Angeklagten als Lügner bezeichnet.
Dann kam einer der mit Spannung erwarteten Augenblicke des Prozesses: Demeter Caltun, der erste Gatte der Angeklagten, wurde als Zeuge aufgerufen. Ein stattlicher Mann mit ruhigen Gesichtszügen trat vor die Zeugenbarre und sprach von einer misstrauischen Frau, die ihn überall hin begleitet hatte. Sogar als er ins Feld musste, war sie an seiner Seite. Jede Kleinigkeit brachte sie sofort außer Rand und Band und er durfte nicht einmal alleine ins Caféhaus gehen.
Danach erstattete der Gerichtsmediziner Prof. Dr. Albin Haberda sein Gutachten: Grosavescus Schädel war von ungemeiner Zartheit, ganz im Gegensatz zu seiner sonstigen Größe und Stärke des Mannes, der über 100 Kilo wog und dessen Körper einen übermäßig starken Fettansatz zeigte. Grosavescu hatte eine ausgesprochene Fettleber, was darauf schließen ließ, dass er weit mehr Alkohol konsumiert hatte, als ein Mensch vertragen kann. Die Kugel war von links hinten in den Kopf eingedrungen und bei der rechten Schläfe wieder herausgetreten, nachdem sie das ganze Gehirn durchbohrt und den Schädelgrund völlig gesprengt hatte. Der Tod Grosavescus musste augenblicklich eingetreten sein.
Dann trat ein mehrjähriger Freund des Ermordeten auf und berichtete, dass sich Grosavescu immer wieder über die grundlose Eifersucht seiner Gattin beklagt hatte. Er hatte schon immer geahnt, dass sie ihn erschießen werde, wenn er sich einmal wehren würde.
Der Opernsänger Nikolaus Zec berichtete, dass Grosavescu seine Frau aufs allerbeste behandelt hatte, er war ein prächtiger Mensch und ausgezeichneter Kollege.

Die Zeugin Josefine Stransky

Der nächste Akt im Verfahren wurde von vielen fieberhaft erwartet: Aufruf der Zeugin Josefine Stransky. Atemlose Stille lag im Saal als eine elegante, schlanke junge Dame mit hübschem Gesichtchen den Verhandlungssaal betrat. Stransky erzählte, dass ihr gegenüber Nelly Grosavescu immer sehr lieb und reizend gewesen war, von Eifersucht hätte sie nie etwas bemerkt. Frau Stransky hätte kein Verhältnis mit dem Ermordeten gehabt, sie hätte ihn auch nie geduzt und wäre auch nie mit ihm alleine gewesen.
Universitätsprofessor Dr. Stransky sagte aus, dass er erst sehr spät von Unstimmigkeiten im Hause Grosavescus gehört hatte und dass die Angeklagte auf seine Gattin eifersüchtig war, hatte er auch erst nach dem Mord erfahren.
Wurden schon die ersten Verhandlungstage als sensationsreich bezeichnet, gab es noch immer Steigerungen. Der letzte Verhandlungstag begann mit der Zeugeneinvernahme des Vaters der Angeklagten. Er berichtete, dass Nelly als kleines Kind einmal anstelle in kaltes in siedendes Wasser gesetzt worden war und daher ihre Erregungszustände herrührten. Von der Ehe seiner Tochter berichtete er, dass sie anfänglich glücklich war, doch bald hätte Grosavescu sein wahres Gesicht gezeigt und seine Frau aufs Schlechteste behandelt. Auch ein außereheliches Verhältnis hätte er begonnen und Nelly gequält. Dem Staatsanwalt fiel auf, dass der Zeuge vor dem Untersuchungsrichter das Mordopfer aber als Ideal eines Menschen und eines Schwiegersohnes dargestellt hatte. Darauf angesprochen meinte er, dass er höchstens acht Mal bei Grosavescu in der Wohnung gewesen wäre und ihn nicht wirklich gekannt hatte. Jetzt aber, nachdem er vor Gericht so viel Neues erfahren hatte, musste er seine Meinung ändern.
Mit der Einvernahme der Gerichtspsychiater wurde die letzte große Runde eingeleitet. Sie bezeichneten Angeklagte und Opfer als männische Frau und weiblichen Mann. Während sich der Mann gerne unterworfen hatte, war seine Nelly eine Frau mit zwei Gesichtern. Einerseits hatte sie ihren Mann gefördert und unterstützt, doch durch ihren Geltungsdrang wirkte sie gleichsam hemmend. Sie wurde als ehrgeizig, eigenwillig und selbstherrlich bezeichnet. Die von ihr behauptete Erinnerungslosigkeit zum Zeitpunkt der Tat wäre nur vorgetäuscht, denn sie konnte sich an jede Kleinigkeit erinnern, die sie entlastete, nur nicht an das kleinste Gegenteil.
Während es draußen in Strömen regnete und zahllose Menschen durchnässt auf den Abschluss des Verfahrens warteten, drängten sich im Verhandlungssaal so viele wie nie zuvor.

„Meine Herren Geschworenen!“

Der Staatsanwalt begann sein zweieinhalb Stunden dauerndes Plädoyer: „Meine Herren Geschworenen! Am Abend des 14. Februar 1927 spielte Trajan Grosavescu die Rolle des Herzogs in Rigoletto. Er ahnte nicht, dass die Arie ‘La donna è mobile’ – ‘Ach, wie so trügerisch sind Frauenherzen, mögen sie klagen, mögen sie scherzen, ...’ sein Schwanenlied war! Nelly Grosavescu hat getötet, weil sie töten wollte! Denn als Grosavescu sie nicht nach Berlin mitnehmen wollte, hatte sie erkannt, dass dies das Ende ihrer Herrschaft über ihren Mann war! Der Mann, der bisher ein fügsamer Sklave war, hatte einen Rest von Männlichkeit in sich entdeckt. Wenn auch nur ein Funke der heiligen Flamme in Ihnen glüht, die man die Gerechtigkeit nennt, dann müssen Sie mit dem Wahrspruch herauskommen: Nelly Grosavescu, du bist schuldig und du sollst es sühnen!“
„Meine lieben Mitbürger!“ Die Zeiger der Uhr standen auf sechs Uhr abends, als sich der Verteidiger erhob und seine Schlussrede begann: „Meine verehrten Mitbürger!“ Er begann, von seiner Begeisterung über seinen Beruf zu sprechen... „Die Begeisterung allein ist es, die mich an diesen Platz gestellt hat, um für diese unglückselige Frau zu sprechen. Nicht für Geld und Gut, nicht für Sold und Honorar stehe ich hier, sondern aus Überzeugung von der Schuldlosigkeit dieser Frau, die im Zustand geistiger Umnachtung diese blutige Tat begangen hat. Meine innere Stimme sagt mir, es ist keine Verbrecherin hier!“ Er kritisierte die Zeugenaussagen und die Gutachten der Psychiater, weil seiner Ansicht nach, Nelly Grosavescu geisteskrank war. Darauf ersuchte der Verteidiger um eine Pause, weil er müde war. Eine halbe Stunde später schloss er seine Rede: „Ich habe nicht mehr die Absicht gehabt, aus meiner Altersruhe hervorzutreten. Aber ich musste hierher kommen, um diese Frau zu retten! Im Namen der Gerechtigkeit und wenn Sie mit hocherhobenem Haupt den Gerichtssaal verlassen möchten, müssen Sie die Frage auf Sinnesverwirrung bejahen!“
Die Zeiger der Uhr standen auf zehn, als sich die Geschworenen zur Beratung zurückzogen. Kurz vor Mitternacht des 25. Juni 1927 kehrten sie zurück und der Obmann verkündete den Wahrspruch: Schuldfrage auf Mord – 12 Stimmen nein; Schuldfrage auf Totschlag – 12 Stimmen ja; Zusatzfrage auf Sinnesverwirrung zum Zeitpunkt der Tat – acht ja, vier nein.
Das bedeutete Freispruch für Nelly Grosavescu, die im Arm ihres ersten Gatten den Gerichtssaal verließ. Niemals zuvor war es im Auditorium so ruhig, wie in diesem Augenblick.
Die Berufsrichter waren über diese Entscheidung empört und bezeichneten dieses Urteil öffentlich als Fehlurteil. Die Vereinigung der Männerrechtler protestierte und forderte eine Reform der Schwurgerichte.
Bearbeitet von Erich Müllner