Titelthema

Die Mafia in Italien

Fast täglich sind die Jugomafia, die Türkenmafia oder die Chinesenmafia in den Medien. Zweifelsfrei sind die Chinesischen Triaden bestens organisierte, über Jahrhunderte gewachsene, kriminelle Organisationen, die wohl weltweit vertreten sind.

Der Begriff Mafia ist im 19. Jahrhundert in Sizilien entstanden und ist eigentlich nur für die dort entstandene kriminelle Organisation der Cosa Nostra, was soviel wie Unsere Sache bedeutet, anzuwenden. Wenn überhaupt, ist der Begriff noch für die weiteren in Italien vertretenen kriminellen Gruppen wie die Camorra, ‘Ndrangheta und die Sacra Corona Unità gültig.
Der 1992 durch einen Bombenanschlag getötete, wohl bekannteste Mafiarichter auf Sizilien, Giovanni Falcone, sagte einmal: "Während man früher davor zurückschreckte, das Wort Mafia auszusprechen, benutzt man es heute sogar zu viel. Es gefällt mir nicht, dass man fortwährend von der Mafia spricht, um etwas sehr Allgemeines zu beschreiben, denn dabei vermischt man nur Phänomene, die zwar in der Tat zum organisierten Verbrechen gehören, mit der eigentlichen Mafia aber wenig bis gar nichts zu tun haben."

Begriff und Anfänge der Mafia auf Sizilien

Der Urbegriff Mafia wurde erstmals um 1860 schriftlich und zwar als Mafiusi nachgewiesen. Mafiusi war der Titel einer Tragikkomödie – "I mafiusi della Vicaria". In dieser Tragikomödie werden die angeseheneren Häftlinge einer Strafanstalt als Mafiusi tituliert. 1865 verwenden die italienischen Strafverfolgungsbehörden den Begriff Maffia oder Straßenräuberbande zur Kennzeichnung von Verbrechern.
Im Gesetz zur öffentlichen Sicherheit von 1871 bezieht sich das Wort auf Nichtstuer, Vagabunden und allgemein verdächtige Personen.
Dem Ethnologen Giuseppe Pitre nach gab es dem Begriff Mafia auch schon vor 1860 und bezeichnete es damals einen Mafiusu (mutiger Mann) oder eine Mafiusedda (schönes, stolzes Mädchen).
Der konkrete Ursprungszeitpunkt des Wortes Mafia liegt nach wie vor im Dunklen.

Entstehung der Mafia mit dem Aufstieg der Gabelluti

Die Entstehung der Mafia resultiert aus den Umwälzungen des sizilianischen Feudalismus im Zuge der Nationalstaatsgründung.
Die Leibeigenschaft der Bauern auf den Besitzungen der adeligen Latifundienbesitzer wurde aufgehoben. Die Latifundienbesitzer verpachteten ihre Ländereien an Verwalter – Gabelluti – genannt. Ursprünglich bedeutete das Wort Steuereintreiber.
Die Gabelluti wiederrum verpachteten die Ländereien an Bauern weiter, wobei sie horrende Bodenzinse verlangten.
Im Laufe der Zeit wurden die Gabelluti immer mächtiger und es begann Schritt für Schritt die Entmachtung der eigentlichen Landbesitzer, das heisst des Adels. In der Folge eigneten sich die Gabelluti Herrschaftsrechte wie Polizeiaufgaben und Gerichtsbarkeit an und stellten eigene Schutztruppen auf.
Hier finden sich dann auch schon Formen der Schutzgeldzahlungen wieder. Die Bauern mussten einen Teil der Ernte als "Pizzu" (Gegenleistung für Schutz) abgeben.
Die eigentliche Macht und Durchsetzungskraft auf Sizilien der damaligen Zeit hatten nicht die staatlichen Organe, sondern eben die Gabelutti mit ihren Schutztruppen.
Typisch für die damalige Zeit mit fehlendem staatlichen Schutz und mangelnder Rechtssicherheit ist auch das Primat der Privatsphäre. Der Familismus war das dominante gesellschaftliche Wert- und Handlungsmuster.
Mit der Staatseinigung von 1861 hatten norditalienische Gesetze nun auch für Sizilien Gültigkeit, so auch die allgemeine Wehrpflicht und das Steuersystem. Die Bevölkerung konnte sich wenig mit der neuen Situation anfreunden. Wenn sie Rat und Beistand brauchte, suchte sie nicht staatliche Institutionen, sondern eben die Gabelluti auf.
Mit der Übernahme von Teilen des staatlichen Gewaltmonopols war die Macht faktisch auf die Gabelluti übergegangen. Die Sizilianer nannten die so entstandene Mafia – onorata società – ehrenwerte Gesellschaft.

Mafia und Staat

Das Verhältnis zwischen Mafia und Staat war nicht strikt getrennt. Es herrschte eine Art Symbiose. Nichtkonformes Verhalten wurde von der Mafia geduldet, Diebe, Landstreicher, Homosexuelle und Prostituierte wurden wirkungsvoll bestraft.
Wohl in der damaligen Zeit entstand auch der Begriff "Lupra". Dabei handelt es sich um eine abgesägte, doppelläufige Schrotflinte, die häufig zum Einsatz kam. In der heutigen Zeit ist manchmal der Begriff Lupra Bianca zu hören oder zu lesen. Damit ist das Töten eines Menschen und Entsorgen der Leiche gemeint, ohne dass diese gefunden werden kann. So sind Menschen schon in Fundamenten von Hochhäusern verschwunden, oder wurden einfach in Säure aufgelöst.
Die Gabelluti, gemeint ist mittlerweile die Mafia, war stark in der sizilianischen Volkskultur verankert und sucht die Nähe zu den staatlichen Organisationen, um ihre Machtposition langfristig abzusichern.
Die Mafia schloss die Lücke, die der Staat mit seiner fehlenden strukturellen Präsenz aufriss und verhinderte lange Zeit den Zerfall und die völlige Versumpfung der sizilianischen Gesellschaft. Als Gegenleistung verlangte sie für ihre Dienste den Pizzu.
Durch das allgemeine Wahlrecht 1881-1913 drang die Mafia auch in die Politik ein. Die Mafia besorgte in enger Zusammenarbeit mit dem süditalienischen Baronat die erforderlichen Stimmen für konservative Politiker – dadurch erweiterte die Mafia ihre Kontrolle über die Landbevölkerung.
Als Dank für die richtige Stimmabgabe verhinderten die gewählten Abgeordneten Anti-Mafia-Gesetze. Mafia und römische Politik wuchsen enger zusammen, sodass der Einfluss der Mafia nicht mehr auf den Süden des Landes beschränkt blieb.

Die Mafia und die beiden Weltkriege

Während des 1. Weltkrieges stieg die Macht der uomini d´onore (Ehrenmänner) weiter. Sie organisierten die Versorgung des italienischen Heeres mit Nachschub und erlangten so ungeheuren Reichtum. Als 1922 die Faschisten die Macht ergriffen, wechselten die Mafiosi geschickt die Seiten.
Trotzdem wurde von Mussolini Cesare Mori, um Ordnung zu schaffen, als Präfekt nach Sizilien geschickt. Es gelang Mori jedoch nur bedingt den Einfluss der Mafia auf die Politik zu verringern – die Verbindungen waren bereits zu tief.
Als die Alliierten im Zweiten Weltkrieg die Landung auf Sizilien planten, waren die dortigen Mafiaorganisationen die Ansprechparnter Nummer Eins für den US-Geheimdienst OSS. Der in Amerika einsitzende Mafioso Charles "Lucky" Luciano wurde freigelassen und als Vermittler nach Sizilien gebracht.
Don Carlo Vizzini war der herausragendste Mafioso bei der Zusammenarbeit. Als oberster Mafioso Siziliens wurde er zwar zur Zeit des Faschismus zu fünf Jahren Haft verurteilt, aufgrund seiner Beziehungen wurde diese wieder aufgehoben. Nach der Landung der Alliierten legte Vizzini eine Liste mit "unverdächtigen Männern und Antifaschisten" vor, die für Besetzung wichtiger Ämter in Frage kamen. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenoberst der US-Armee ernannt.

Die neue Mafia – die Mafia nach 1945

Nach 1945 wurde die traditionelle Mafia von einer neuen Mafia mehr oder weniger abgelöst. Diese neue Mafia orientierte sich stark an den "Arbeitsweisen" der amerikanischen Cosa Nostra. Alte Ehrenbezeugungen, wie z.B. dass die Ehefrau eines Ehrenmannes oder der Handel mit Suchtmittel tabu ist u.s.w. zählten nicht mehr wirklich viel. Auch war es einem Ehrenmann verboten mit Prostituierten zu verkehren. Dies wurde jedoch in der Folge stillschweigend zur Kenntnis genommen und geduldet. Weiters war es einem Ehrenmann der traditionellen Mafia nicht erlaubt, Frauen der Prostitution zuzuführen.
Gewinn war angesagt und den brachte nicht nur die Ausweitung der Geschäftssphäre in urbane Bereiche und in weiterer Folge auf ganz Italien, sondern auch der Rauschgifthandel. Die Unterdrückung der Bauern wurde mehr und mehr zur Geschichte. Nunmehr kontrollierte die Mafia die Vergabe von öffentlichen Aufträgen, das Baugeschäft und war Großmeister im Abzweigen von Entwicklungsgeldern – das Hauptreservoir für die Symbiose von Mafia und Politik.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der privilegierte Zugang zu öffentlichen Geldern die primäre Machtressource wurde und nicht mehr die Gewalt, die bei der traditionellen Mafia den Zugang zu den Machtfaktoren und die Legitimität bewirkten.
Mit ihren geschäftlichen Verbindungen mit der amerikanischen Cosa Nostra weitete die Mafia ihre Verbindungen auf den gesamten Erdball aus. Die enormen Gewinne mussten "gewaschen" werden, um wieder in den Wirtschaftskreislauf einzufließen.
Die Suchtmittelgeschäfte brachten riesige Gewinne und dies nicht nur bei Geschäften mit der amerikanischen Mafia.
Die sizilianische Cosa Nostra schloss Geschäftsverbindungen mit französischen Schwerkriminellen. Von diesen wurde Rohopium eingekauft, welches dann auf Sizilien zu Heroin weiterverarbeitet wurde. Zur Weiterverarbeitung des Opiums wurden eigene Chemiker angestellt, bzw. gaben die Chemiker ihr Wissen der Heroinzubereitung an geeignete Mafiosi weiter.

Corleone

Als erster Mafiaclan stiegen die Corleoneser in großem Stil ins Heroingeschäft ein. Alte Abmachungen galten bei den Corleonesern nicht mehr.
Wenn man von einem Clan oder einer Familie wie z.B. den Corleonesern spricht, so müssen das nicht unbedingt Blutsverwandte sein. Vielmehr richten sich die Familien nach ihrem Hoheitsgebiet, wie eben bei der Corleonesern nach der sizilianischen Stadt Corleone, welche als eine der gewalttätigsten Städte der Welt gilt.
Im Jahre 1980 begannen die Corleoner einen unbeschreiblichen Mafiakrieg mit mehr als 300 Toten in Palermo und konnten dabei die Macht der Palermer Clans brechen. Nicht nur verfeindete Mafiosi, sondern auch deren Verwandte wurden rücksichtslos hingerichtet, um Racheakte, die "Vendetta" zu verhindern. Da der alte Mafiakodex keine Gültigkeit mehr besaß, liefen viele Unterbosse der Palermer Clans zu den Corleonesern über und verrieten den Aufenthaltsort ihrer Capos. Danach wurden sie selbst getötet.
Durch den Krieg wurden die Karten völlig neu gemischt und danach stand der bekannte Mafiaboss Toto Riina, genannt "Die Bestie", an der Spitze der sizilianischen Mafia. Toto Riina wurde im Jänner 1993, nach Jahren im Untergrund, im Auto an einer Kreuzung anhaltend, von italienischen Spezialeinheiten auf Sizilien verhaftet.

Antimafiagesetz

Zurück zum Jahre 1980. Aufgrund des großen Mafiakrieges gingen die Strafverfolgungsbehörden in die Offensive. Einen Wendepunkt brachte das Antimafiagesetz, das "La torre-Gesetz" von 1982, welches die bloße Zugehörigkeit zur Mafia als Straftatbestand wertet. Das Gesetz und die daraus resultierende Antimafiakommission erlaubten eine effektivere Verfolgung auch im Bereich der Politik.
Darüber hinaus gelang es den Strafverfolgungsbehörden Überläufer (pentiti) als Kronzeugen zu gewinnen, allen voran Tomasso Buscetta. Buscetta war wohl der hochrangigste Überläufer seiner Zeit und gewährte durch seine Aussagen erstmals tiefe Einblicke in die sizilianische cosa nostra. Buscetta kam ins Zeugenschutzprogramm und erhielt eine Gesichtsoperation. Er starb vor wenigen Jahren eines natürlichen Todes. Buscetta machte erstmals entsprechende Angaben von Verbindungen zwischen Mafia und Politik – eine seiner Aussagen war: "Ihr müsst an die ganz Großen heran, ihr müsst an ihr Geld". Dies ist dann in eindrucksvoller Weise den beiden Ermittlungsrichtern Giovanni Falcone und Paolo Borsellino gelungen.
Bei unzähligen Hausdurchsuchungen in Banken und entsprechenden Kontoöffnungen wurden die Geldbewegungen über den gesamten Erdball aufs penibelste nachvollzogen. Falcone sagte: "Für uns kann jeder Erlagschein von Bedeutung sein."
In Folge des Antimafiagesetzes wurde der durch seine erfolgreiche Bekämpfung der Brigate Rosse (Rote Brigaden) bekannte General Carlo Alberto Dalla Chiesa zum Präfekten von Palermo ernannt. Von ihm erhoffte man sich eine effiziente Bekämpfung der Mafia auf Sizilien.
Nach den Aussagen des späteren Mafiaussteigers Antonino Calderone hat die Ankunft von Dalla Chiesa auf Sizilien bei den Bossen große Unruhe ausgelöst und sie erkannten ihn als einen sehr gefährlichen Mann für die cosa nostra. Das war wohl dann auch sein Todesurteil.
Nach fünf Monaten auf Sizilien wurde General Dalla Chiesa auf dem Heimweg von einem Lokal, gemeinsam mit seiner Frau, im Auto hingerichtet. Laut Berichten waren an dem Mordanschlag mindestens 6 mit automatischen Waffen ausgestattete Killer beteiligt.
Nach dem Tod von Dalla Chiesa wurde gegen den Mafiapaten Nitto Santaprola Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Die Waffen, aus denen die Schüsse auf Dalla Chiesa abgefeuert worden waren, waren dieselben, mit denen einen Monat vorher der Mafioso Alfio Ferlito, Nitto Santaprolas erbitterter Feind, ermordet worden war. Santaprola wurde in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt.
Gerade die Gewalt war für die Mafia sehr kontraproduktiv, da die Öffentlichkeit verstärkt ein wirksames Eingreifen des Staates verlangte und sich Anti-Mafia-Bewegungen in Sizilien bildeten. Als Anfang der 90-er Jahre die schützende Hand der Politiker wegfiel, reagierte die Mafia wiederum mit einer brutalen Gewaltserie, der in Palermo im Jahre 1991 718 Personen zum Opfer fielen.
Durch das Engagement der beiden Richter Falcone und Borsellino kam es in der Folge zu aufsehenerregenden Prozessen gegen Mitglieder verschiedener Mafiaclans.
Die beiden unermüdlichen Richter Falcone und Borsellino wurden im Jahre 1992 ermordert. Falcone wurde mit seiner Wageneskorte am Weg vom Flughafen in die Stadt Palermo mit ca. 1000 kg TNT "in die Luft gesprengt". Bei dem Anschlag wurde ein ganzer Autobahnabschnitt weggerissen. Falcone, seine Frau und Mitarbeiter seiner Eskorte wurden auf der Stelle getötet.
Für die Anschläge wurde Giovanni Brusca, ein "Mitarbeiter" von Toto Riina, verantwortlich gemacht. Er soll darauf bestanden haben, die "Falcone-Bombe" selbst zu zünden. Brusca wurde zusammen mit seinem Bruder Vincenzo bei einer Aktion von ca. 400 Polizisten in einem Haus auf Sizilien überwältigt und festgenommen. Während der Stürmung des Hauses sahen sich die Brusca-Brüder gerade den Film "Giovanni Falcone" im Fernsehen an.
Im November 1993 soll Brusca den Auftrag erteilt haben, den elfjährigen Sohn eines Kronzeugen zu entführen, ermorden und in Säure aufzulösen, weil der Vater seine belastenden Aussagen nicht zurückgezogen hatte.

"Der Traktor"

Laut letzten Berichten dürfte heute der frühere Stellvertreter von Toto Riina, Bernardo Provenzano°), genannt u tratturi, "der Traktor", die Geschicke der sizilianischen Mafia lenken. Provenzano lebt seit 42 Jahren im Untergrund und wird der Mann ohne Gesicht genannt, weil das letzte Bild von ihm mehr als 40 Jahre alt ist. Im Jänner 2005 soll sich Provenzano in Frankreich einer ärztlichen Untersuchung unterzogen haben. Er konnte den Antimafiafahndern der DIA (Direzione Investigativa Antimafia) erneut entkommen.
Berichten diverser Informanten zur Folge benützt Provenzano weder Internet, Handy oder Satelitentelefon. Seine Anordnungen werden persönlich durch Boten überbracht.
Zu so einem Boten bzw. engsten Vertrauten hatten sizilianische Carabinierieinheiten Zugang und konnten diesen als Informanten gewinnen. Als der Informant mit einem zweiten hochrangigen Mafioso Provenzano aufsuchen wollten und sich die Observationsteams in Bewegung setzten, wurde laut einem Carabinierioffizier die Operation "von ganz oben gestoppt".
Werner Eberhart

Quellen: Salvatore Lupa "Die Geschichte der Mafia", Pino Arlacchi "Das Leben des Don Antonino Calderone, Alexander Stille "Die Richter", Internet.
°) Zu Bernardo Provenzano siehe auch Werner Sabitzer, in Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 3-4/05.



Antimafiagesetz
Eine Vereinigung ist mafios, wenn diejenigen, die ihr angehören, sich der Einschüchterung aufgrund einer Bindung in Vereinigung und von Abhängigkeitsverhältnissen und der daraus entspringenden Verschwiegenheitspflicht bedienen, zum Begehen von Verbrechen, zum direkten oder indirekten Ansichziehen der Leitung oder der Kontrolle ökonomischer Aktivitäten, öffentlicher Konzessionen, Zulassungen, Aufträge und Dienstleistungen, oder zum Erzielen unrechtmäßiger Profite und Vorteile für sich oder andere.