Tatort

Brandgefährlich

Die Selbstentzündung von gewaschenen, getrockneten und gelagerten Textilien wird als eine „klassische“ Brandursache bei kriminalpolizeilichen Brandermittlungen nicht immer erkannt.

Bei Bränden in Wäschereien aber auch im häuslichen Bereich werden immer wieder technische Gründe, etwa das Versagen eines Arbeitsgeräts oder Fehler in der Elektrik als Brandursache angenommen. Die Möglichkeit der Selbstentzündung der Textilien wird dabei außer Acht gelassen. Zudem sind die Textilien im Brandbereich meistens völlig verascht. Etwaige Glutnester können daher nach dem Feuerwehreinsatz in den Textilresten nicht mehr identifiziert werden. Technische Gründe, etwa das Versagen eines Arbeitsgeräts, können als Brandursache außer Acht gelassen werden, weil z.B. die Maschinen zum Brandzeitpunkt nicht an das elektrische Netz angeschlossen oder durch den Hauptschalter abgetrennt waren.

Selbstentzündung von Textilien. Von den verschiedenen Möglichkeiten der Selbstentzündung ist die chemische Selbstentzündung von ungesättigten Ölen und Fetten in Verbindung mit porösen, saugfähigen Trägerstoffen mittlerweile am häufigsten an der Brandentstehung beteiligt. Brände dieser Art treten sowohl in der Industrie (z.B. Druck-, Möbelindustrie), der Gastronomie, als auch im häuslichen, privaten Bereich (Heimwerker) auf. Von der Gefahr der Selbstentzündung sind auch Serviceunternehmen besonders betroffen, wie Wäschereien, die verschmutzte Putztücher reinigen, trocknen und bügeln. In diesen beschriebenen Gewerben sollte daher die Brandursache „Selbstentzündung von Textilien“ grundsätzlich in Erwägung gezogen und geprüft werden! In Wäschereien oder Hotelbetrieben ist das Phänomen der Selbstentzündung von Wäsche und Textilien bekannt. Oft wird gerade in Hotels die normale Wäsche zusammen mit Handtüchern aus der Küche oder dem Wellnessbereich zur hausinternen oder zu einer externen Wäscherei gebracht und dort im Normalprogramm gereinigt. Besonders Textilien, die zur Reinigung von Dunstabzugshauben, Friteusen oder sonstigen fettverschmutzten Küchenartikeln genutzt werden, müssten grundsätzlich speziell und getrennt von Normalwäsche gereinigt werden. Ebenso sollte bei Handtüchern und Bademänteln aus dem Wellnessbereich verfahren werden. Diese sind oft mit Massageölen benetzt.
Werden solche Textilien ohne spezielle chemische Fettentferner gewaschen, schafft man es oft nicht, alle Rückstände von Fetten und Ölen zu beseitigen, so dass auch nach der scheinbar gründlichen Reinigung noch solche Rückstände im Gewebe verbleiben. Wird die noch verunreinigte Wäsche nun in einem Wäschetrockner getrocknet und noch warm zusammengelegt, so entsteht ein Hitzestau innerhalb des Stapels. Durch diese erhöhte Starttemperatur wird die Oxidation der Fette, die fein verteilt die Wäschefasern benetzen, begünstigt. Man spricht vom so genannten „Alterungsprozess“ der Fette. Dabei bricht der Luftsauerstoff die Doppelbindungen der ungesättigten Fettsäuren auf und lagert sich an. Bei dieser chemischen Reaktion entsteht Wärme, wie bei einer herkömmlichen Verbrennung, nur langsamer. Unter günstigen Voraussetzungen steigert sich die Temperatur langsam – dieser Prozess kann mehrere Stunden bis hin zu einem halben Tag dauern – bis die Zündtemperatur der Textilien erreicht ist.
Die langsame induzierte Selbstentzündung umfasst mehrere unterscheidbare Reaktionen. Es kommt zu Autoxidationen, die Kettenreaktionen über Radikale (besonders reaktiv!) verlaufende Oxidation organischer Verbindungen beschreiben. Die Reaktion kann schon bei Zimmertemperatur ablaufen. Die Radikalbildung kann jedoch auch durch z. B. Wärme und Licht gefördert werden.
Durch diese Autoxidation kommt es zum Aufbruch der Doppelbindungen in den ungesättigten Fettsäuren (Kohlen-Wasserstoff-Verbindungen), die in den Pflanzenölen gebunden sind. Durch die Anlagerung von Sauerstoff kommt es zur erhöhten Abnahme der Fettsäurekonzentrationen oder gar zu dessen völligem Abbau.
Langsam entsteht eine Energieproduktion (Wärmeentwicklung), ohne dass die entstandene Energie wieder an die Umgebung abgeführt werden kann. Durch die umschließenden Stoffe (Textilien) kommt es zur Energieisolation und somit zu einem Wärmestau. Dieser Wärmestau liefert wiederum die notwendige Zündenergie für die anschließende Selbsterhitzung. Wird nun die Zündtemperatur des Stoffes erreicht, kommt es zur Selbstentzündung.
Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass dieses Phänomen sich ausschließlich auf ungesättigte Fettsäuren bezieht. Mineralöle oder Mineralölprodukte, wie Dieselkraftstoff oder andere gesättigte Kohlenwasserstoffe (Paraffinen) sind nicht selbstentzündlich.


Bei der Selbstentzündung von Wäsche steht besonders die Selbstentzündung von Textilien im Vordergrund, die mit Fetten oder Ölen verschmutzt sind.
Hauptbestandteil von Speisefetten und -ölen sind Triglyceride, dies sind Verbindungen, bei denen ein Glycerinmolekül, also ein Alkohol, mit drei Fettsäuren verbunden ist. Diese Fettsäuren unterscheiden sich in der Länge der Kohlenstoffkette und in der Anzahl der Kohlenstoffdoppelbindungen. Dass die Speisefette und -öle unterschiedliche Eigenschaften haben, liegt an der unterschiedlichen Fettsäurezusammensetzung. Bei natürlich vorkommenden Fetten liegen so genannte isolierte Doppelbindungen vor, die mit Luftsauerstoff erhöht reaktionsfähig sind. Bei künstlichen Fetten handelt es sich um konjugierte Doppelbindungen, die weniger reaktionsfreudig sind.
Man unterscheidet bei Ölen und Fetten zwischen gesättigten Fettsäuren und ungesättigten Fettsäuren. Besteht ein Fett aus einer Doppelbindung, so ist es gesättigt, bei mehreren Doppelbindungen spricht man von einer ungesättigten Fettsäure. Gesättigte Verbindungen reagieren nicht so schnell mit anderen Substanzen wie ungesättigte, die sehr viel kontaktfreudiger sind. Zu den ungesättigten Fettsäuren zählen z.B. Leinöl, Fischöle, Olivenöl und Linolsäure. Butter und Kokosfett beispielsweise sind weniger kontaktfreudig und nur schwer reagierende gesättigte Fette.
Bei natürlich vorkommenden Fetten liegen so genannte isolierte Doppelbindungen vor, die mit Luftsauerstoff erhöht reaktionsfähig sind. Bei künstlichen Fetten handelt es sich um konjugierte Doppelbindungen, die weniger reaktionsfreudig sind.
Man unterscheidet bei Ölen und Fetten zwischen gesättigten Fettsäuren und ungesättigten Fettsäuren. Besteht ein Fett aus einer Doppelbindung, so ist es gesättigt, bei mehreren Doppelbindungen spricht man von einer ungesättigten Fettsäure.

Gesättigte Verbindungen reagieren nicht so schnell mit anderen Substanzen wie ungesättigte, die sehr viel kontaktfreudiger sind.
Zu den ungesättigten Fettsäuren zählen z.B. Leinöl, Fischöle, Olivenöl und Linolsäure. Butter und Kokosfett beispielsweise sind weniger kontaktfreudig und nur schwer reagierende gesättigte Fette.
Ob Öle oder Fette zur Selbstentzündung neigen, kann man außerdem anhand der Jodzahl feststellen. Je mehr Jod ein Öl binden kann, desto mehr ungesättigte Verbindungen liegen im Öl vor und desto reaktionsfreudiger ist das Öl. Eine hohe Jodzahl steht also für eine starke Neigung zur Oxidation und somit zur Selbsterwärmung bzw. Selbstentzündung.
Vor allem Sojaöl, Holzöl und Leinöl haben eine hohe Jodzahl und sind somit reaktionsfreudig und neigen leichter zur Selbstentzündung. Das Phänomen der Selbstentzündung bei Wäsche und Textilien ist auf die chemische Reaktion von Ölen oder Fetten mit Luftsauerstoff zurückzuführen.

In Gaststätten oder Kantinen werden Textilien – wie zum Beispiel Putzlappen und Küchenschürzen – oft in großer Menge mit Fetten und Ölen verschmutzt. Diese Fette und Öle enthalten häufig ungesättigte Fettsäuren. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind dabei zwar ernährungsphysiologisch wertvoll, können aber gemäß den Untersuchungen des Verfassers unter ungünstigen Bedingungen einen Brand herbeiführen.
Textilien können nach dem Waschen noch Rückstände von ungesättigten Fettsäuren, wie z.B. Sonnenblumenöl, Mohnöl, Sesamöl, Getreideöl enthalten. Unter bestimmten Voraussetzungen kann es dann zur Selbsterwärmung bis hin zur Selbstentzündung dieser Textilien kommen. Das ist z. B. der Fall, wenn direkt nach dem Trocknen im Trockner die noch warmen Wäschestücke übereinander gestapelt werden. Auch nach dem Heißbügeln kann das passieren. Eine solche Brandursache sollte bei den Ermittlungen von Bränden in Wäschereien, Hotels, Großküchen, Einkaufszentren und ähnlichen Einrichtungen sowie im häuslichen Bereich immer im Auge behalten und deshalb geprüft werden. Vorgänge bzw. Voraussetzungen dieser chemischen Selbstentzündung sind:
• Aufbruch der Doppelbindungen der ungesättigten Fettsäuren,
• Anlagerung des Sauerstoffs an die Moleküle,
• Abbau und erhöhte Abnahme der Fettsäuren,
• langsame Wärmebildung,
• Wärmestau durch Isolation,
Erreichen der Zündtemperatur der Textilien,
• Zündung.
Oft wird die Wäsche morgens gewaschen und nachmittags getrocknet und gestapelt. Somit ist der erhitzte Wäschestapel abends und nachts unbeobachtet, was bei einer Entzündung der Textilien zu einem Großbrand unermesslichen Ausmaßes führen kann.
Die Wäsche kann sich natürlich auch dann entzünden, wenn sie nach dem Trocknen nicht zum Abkühlen aus dem Trockner geholt wird, sondern dort noch warm lagert. Insbesondere in diesem Fall ist die Brandermittlung sehr schwierig, da, vor allem bei Unkenntnis über das Phänomen der textilen Selbstentzündung, schnell ein technischer Defekt des Trockners als Brandursache angesehen wird. In solchen Fällen ist es wichtig zu wissen, welche Wäsche sich in dem Trockner befand und in welchem Maße und mit welchen Stoffen die Wäsche verschmutzt war.
Befand sich z.B. Arbeitskleidung eines Tischlers im Wäschetrockner, so muss ermittelt werden, ob diese evtl. durch die vorhergehende Reinigung nicht vollständig sauber wurde und sich möglicherweise noch Farbe, Lacke oder Ölanhaftungen daran befunden haben könnten. Denn nicht nur reine Öle oder ölhaltige Holzpflegemittel enthalten Leinöl, sondern auch Farben und Lacke sind häufig mit Leinöl oder anderen, ähnlichen Ölen versetzt, was bei der Erwärmung durch den Trockner mit dem Luftsauerstoff reagieren kann und so zum Brand führt.
Eine weitere Gefährdung besteht, wenn die Wäsche noch warm im Trockner belassen oder direkt nach dem Trocken zusammengelegt wird. Dies begünstigt einen Wärmestau und somit die Oxidation der Fette.

Wäschereien müssten also geeignete Vorrichtungen haben, auf denen die Wäsche ausgebreitet werden kann und abkühlt. Bei moderneren Trocknern kann direkt eine Nachkühlzeit im Trockenprogramm eingestellt werden. Diese Nachkühlzeit ist enorm wichtig, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Aufgrund des erhöhten Zeit- und Arbeitsaufwandes wird die Nachkühlzeit nur selten eingehalten.
Da die Wäschereien in der Regel über die Art der Verschmutzung keine Kenntnis haben, kann nur angeraten werden, stark mit Fetten und Ölen verschmutzte Wäschestücke visuell auf den Verschmutzungsgrad zu prüfen. Gegebenenfalls sind nach der Wäsche noch stark verschmutzte Textilien ein zweites Mal zu waschen. Wichtig beim Waschen ist eine ausreichende Dosierung des Waschmittels. Denn erst die Tenside des Waschmittels wirken als Lösungsvermittler zwischen den aufgrund ihrer chemischen Struktur nicht (wasch-)wasserlöslichen fetthaltigen Verschmutzungen und dem Waschwasser. Auch darf die Waschtrommel nicht überladen werden. Sonst ist eine optimale mechanische Behandlung der Wäsche nicht gegeben. Die wirksamste Maßnahme zur Reduzierung der Selbstentzündungsgefahr besteht darin, die Wäsche nach der Wärmezufuhr im Wäschetrockner möglichst vollständig abkühlen zu lassen. Keinesfalls sollten die getrockneten Textilien in noch warmem oder gar heißem Zustand in dichten Packungen gelagert werden.

Eine weitere Brandursache, die im Zusammenhang mit Wäsche steht, ist die Entzündung von Lösemitteln und ähnlichen Gefahrenstoffen. Lösemittel und deren Dämpfe sind leicht entzündlich und bereits eine sehr energiearme Zündquelle reicht aus, damit die Stoffe brennen. Lösemittel, oder auch Lösungsmittel genannt, sind Stoffe (meist Flüssigkeiten), die Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffe lösen können, ohne dass dabei eine chemische Reaktion zwischen gelöstem Stoff und lösendem Stoff entsteht. Lösungsmittel werden in verschiedene Gefährdungsgruppen eingeteilt.
Die Kategorie A beinhaltet alle Stoffe, die nicht mit Wasser mischbar sind, die Stoffe der Kategorie B sind mit Wasser mischbar. Die gefährlichsten Lösungsmittel sind die der Gefährdungsgruppe A1. Deren Flammpunkt liegt unterhalb von 21°C. Dazu gehören beispielsweise Benzin, Hexan, Aceton.
Zur Gefährdungsgruppe A2 zählt man alle Lösemittel, deren Flammpunkt zwischen 21°C und 55°C liegt, wie beispielsweise Petroleum und Kerosin.
Die Gefährdungsgruppe A3 beinhaltet Lösemittel, deren Flammpunkt über 55°C liegt. Dazu zählen z.B. Heizöl und Diesel. Hier werden normalerweise nur Stoffe aufgezählt, deren Flammpunkt unter 100°C liegt, da von Stoffen mit einem höheren Flammpunkt im normalen Umgang keine besonders erhebliche Gefahr mehr ausgeht.

Lösemitteldämpfe. In Wäschereien geht vor allem von den Lösemitteldämpfen eine große Gefahr aus. Sind Textilien mit den oben genannten oder ähnlichen Lösemitteln verschmutzt, dies ist z.B. bei Wäsche aus Lackierereien oder Kfz-Werkstätten der Fall, so entstehen bei der Lagerung immer Lösemitteldämpfe. Dieser Prozess wird durch das Aufheizen in der Waschmaschine noch gefördert.
Wird z.B. mit Benzin verschmutzte Wäsche in die Wäscherei gegeben, so werden die Schmutzreste durch die Hitze während des Wäschevorganges „ausgetrieben“, sie verdunsten also.
Ist in der Waschmaschine keine geeignete Abzugseinrichtung integriert, so sammeln sich die Dämpfe in der Waschtrommel und können erst beim Öffnen der Wäscheklappe entweichen.
Die Lösemitteldämpfe bilden in diesem Moment in Verbindung mit Luft ein stark explosionsfähiges Gemisch. Liegt dann eine geeignete Zündquelle vor, so kann sich das Luft-Gas-Gemisch explosionsartig entzünden.
Bei Benzin reicht schon eine Konzentration von 0,7 Volumenprozent für eine Entzündung aus. Besteht also ein Gas-Luft-Gemisch aus 99,3% Luft und 0,7% Benzindämpfen, so ist dieses schon entzündlich.
Als Zündquelle ist hierbei schon ein Abreißfunke oder ein Schaltfunke ausreichend. Wird also die Tür der Wäschetrommel geöffnet und die Waschmaschine im gleichen Moment an einem Schalter ausgeschaltet, so kann dies zur Durchzündung des Luft-Gas-Gemischs führen.
Hierbei ist zu erwähnen, dass die Abreißfunken beim Ausschaltvorgang elektrischer Geräte eine höhere Energie besitzen als beim Einschalten.
Diese explosionsartige Entzündung ist vergleichbar mit dem Brandphänomen des Backdraft, auch Rauchgasexplosion oder Rückzündung genannt, bei dem eine explosionsartige Entzündung von Rauchgasen entsteht.
Um solche Brandphänomene in Wäschereien zu verhindern, müssen die Waschmaschinen mit geeigneten Absaugvorrichtungen ausgestattet werden oder die Wäsche muss vor dem Waschen lange genug ausgebreitet werden, damit sich die Lösemittelreste verflüchtigen können.

Schlussfolgerungen für die Brandursachenermittlung: Es ist endlich an der Zeit, diese bekannte, aber häufig unterschätzte Brandursache immer in die Ermittlungen einzubeziehen. Die Selbstentzündung der gewaschenen, getrockneten und gelagerten Textilien bzw. die physikalisch-chemischen Prozesse in gewaschenen Stoffen und bei deren Lagerung sollten als Brandursache nach dem Eliminationsprinzip immer in die Ermittlungen einbezogen und geprüft werden.
Gekennzeichnet ist die ablaufende exotherme Reaktion durch den Abbau der ungesättigten Fettsäuren. Im vorliegenden Schadensfall wurde daher das Fettsäuremuster der Putzlappen vor und nach der Selbsterwärmung bestimmt. Im Reaktionsverlauf werden einige der ungesättigten Verbindungen ganz abgebaut werden.
Die Wäschereien haben in der Regel über die Art der Verschmutzung keine Kenntnis, kann nur angeraten werden, stark mit Fetten und Ölen verschmutzte Wäschestücke visuell auf den Verschmutzungsgrad zu prüfen. Gegebenenfalls sind nach der Wäsche noch stark verschmutzte Textilien ein zweites Mal zu waschen. Wichtig beim Waschen ist eine ausreichende Dosierung des Waschmittels.
Bei den Ermittlungen sollten deshalb folgende Umstände immer geklärt werden:
• Erfolgte die Bedienung von Waschmaschine/Trockner/Bügler nur durch unterwiesene Person/en?
• Waren Angaben des Herstellers von Waschmaschinen, Trocknern, zum Bügeln und für das Vermeiden von Textilbränden vorhanden (ggf. Produkthaftungsgesetz!)?
• Wurden diese Angaben des Herstellers durch das Personal beachtet?
• Wurde die stark mit Öl oder Fett verschmutzte Wäsche separat in einem darauf abgestimmten Waschprogramm gewaschen?
• Wurde ggf. die Füllmenge der Wasch- und Trockengeräte überschritten?
• Wurde das „Waschergebnis“ geprüft und ggf. erneut gewaschen?
• Wurde in der Abkühlphase im „Trocknerprogramm“ abschaltet?
• Konnte die getrocknete Wäsche vor dem Stapeln oder Verpacken auskühlen?
• Wurde die getrocknete Wäsche im warmen oder heißen Zustand gelagert?
• Hat das Personal ranzige und brenzlige Gerüche bei der Anlieferung der Wäsche wahrgenommen?
• Wurden bei ranzigen und brenzligen Gerüchen die Wäschestücke / Wäschestapel vereinzelt, kritisch geprüft und ggf. eingenässt?
• War Energiezufuhr zu den entsprechenden Geräten (z.B. Wasch-, Trocken- und Mangelautomaten) unterbrochen?
• Waren die Fenster und Türen geschlossen?
Frank D. Stolt